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Vorbild der natürlichen Hufbearbeitung - Natural Hoofcare - sind die gesunden Barhufe der Mustangs. Diese Pferde leben überwiegend in unwirtlichen Gegenden mit z. T. extrem steinigen Böden. Aufgrund des kargen Futterangebotes sind sie gezwungen täglich große Distanzen zurückzulegen um ihren Nahrungsbedarf zu befriedigen. Bei großer Trockenheit wurden Tageskilometerleistungen von bis zu 120 km beobachtet. Da sich unsere domestizierten Pferde in ihrer Anatomie und Physiologie nicht von der der Mustangs unterscheiden, können die bei Mustangs gemachten Beobachtungen und Forschungen direkt auf deren Hufe angewendet werden. In der Praxis der natürlichen Hufbearbeitung heißt das aber nicht, die Hufe so zu bearbeiten, dass sie danach wie Mustanghufe aussehen. Es wird also keine theoretisch ideale Hufform oder Stellung aufgezwungen. Vielmehr gibt dem sachkundigen Huf-bearbeiter der Zustand der Hufe die notwendigen Hinweise für die erforderliche Bearbeitung. Diese gibt dem Organismus wiederum die notwendigen Impulse um die Selbstheilungskräfte am Huf zu aktivieren. Der zentrale Punkt bei dieser Art der Hufbearbeitung ist die Bewegung. Deshalb legen wir größten Wert darauf, dass die Pferde auch nach der Hufbearbeitung frei und schwungvoll laufen können. Wenn dies Anfangs Barhuf noch nicht möglich ist, kommen vorübergehend Hufschuhen, z. T. mit Spezialeinlagen, zum Einsatz um dies zu gewähr-leisten. Diese natürliche und schonende Art der Hufbearbeitung kann sowohl bei kranken, als auch bei gesunden Hufen angewendet werden. Es gibt also keine speziellen Therapie-schnitte. Einzig die Abstände der Korrekturen variieren je nach Hufzustand.
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